Archiv für 'Firma'Kategorie

Der Feind hört mit (im Zug)

13.04.2008

Sehr treffender Artikel auf SPON zum Thema “Geschäftsgeheimnisse im Zug ausplaudern”. Ich hatte das Thema auch schonmal erwähnt. Die Beobachtungen von SPON decken sich also exakt mit meinen Beobachtungen.

Nach Vodafone-Angaben führen 70 Prozent aller Pendler und Geschäftsreisenden im Zug berufliche Telefongespräche. Von diesen gab rund ein Fünftel zu, auch sensible Fakten wie Verkaufszahlen zu diskutieren, 15 Prozent plaudert auch über handfeste Geschäftsgeheimnisse [...]
Maßnahmen gegen unerwünschte Mithörer wie Codenamen für sensible Geschäftsdinge nutzen laut den Zahlen des britischen Mobilfunkers nur sechs Prozent der Befragten.

April April ?

1.04.2008

Willkommen im neuen Monat. Ein Tag an dem vieles anders ist für mich.

Zum einen ein neuer Job. Zunächst zusätzlich zur bisherigen Aufgabe, allerdings nur mittelfristig. Ich bin zuversichtlich, diese Aufgabe(n) mittelfristig in gute Hände abgeben zu können.

Beim neuen Job(teil) ist für mich sehr viel neu - genau das war übrigends auch meine Motivation zum Wechsel. Innerhalb der selben Firma (wenn es nicht gerade ein Grosskonzern ist) immer etwas heikel, schliesslich kennt man sich (oder glaubt es zumindest) schon aus der alten Funktion.

Dementsprechend angespannt war ich gestern Abend auch. Zum Glück ist (wie immer) alles halb so wild. Der erste Arbeitstag nach dem Urlaub war ganz gut, die neuen Kollegen sind durch die Bank prima. Ausserdem gab (gibt) es jede Menge Backlog abzuarbeiten, welcher während meines Urlaubs aufgelaufen ist.

Zum anderen konnte ich heute zum ersten Mal offen heimfahren. Welch Wonne :-) . Dabei ist mir aufgefallen, dass mein neuer FM-Transmitter (iPod -> FM -> Autoradio) mit offenem Dach wesentlich besser funktionert.

Insgesamt ist der Belkin Tunecast II in allen Punkten deutlich besser als der Ier, nur nicht in der Sendestärke. Zu ärgerlich. Ich muss mir mal überlegen, ob ich da irgendwie die Antenne verbessern kann - fasse ich nämlich mit der Hand hin und diene damit selber als Antennenverlängerung ist der Empfang gut. Ihr seht, die positiven Punkte überwiegen trotzdem, ansonsten würde ich einfach wieder den Ier verwenden. Vielleicht schreibe ich mal eine kleine Review zu den beiden Belkins (und die überfällige zum iPod Touch).

[auf Wunsch einer Leserin bemühe ich mich, mehr - und richtige - Kommata zu setzen. Nota bene.]

Länderspezifische IP Adressen

25.01.2008

Aus der beliebten Reihe “die Tücken des Internets” ein schönes Beispiel zum Thema Einfluss von IPs auf Suchmaschinenergebnisse. Folgende Anfrage kam von einem PM unserer Kunden (an einen unserer PM):

Soweit ich informiert bin läuft der $KUNDE.LAND1-Shop auf einer $LAND2 IP. Kannst du bitte überprüfen wie viel Aufwand dahinter steckt, wenn wir uns eine $LAND1 IP mieten würden und den Shop hinterlegen? Ich verspreche mir davon eine wesentliche Verbesserung im Suchmaschinen-Marketing.

Das schöne am DNS System ist ja, dass sich Google & Co idR bei ihren Ergebnisse nicht um die Nationalität der IP kümmern müssen, sondern sich auf den domainname beschränken können (ok, etwas vereinfacht ausgedrückt).

I know my job

8.01.2008

Wir betreiben für unsere Kunden auf Wunsch auch (hauptsächlich secondary) MX Server. So auch für $KUNDE. Seit kurzen hatten wir aber einen massiven Anstieg in der Auslieferungsqueue von Secondary MX -> Primary MX (wird vom Kunde selber betrieben), da dieser unseren MX scheinbar geblockt hat.

Da das nicht sinnvoll ist und daher kein erwünschtes Verhalten darstellen kann (sollte man annehmen) haben wir über $PM beim Kunde nachfragen lassen was los ist. Die Antwort die $PM an uns weitergegeben hat war folgende

$ADMINBEIKUNDE sagte mir eigentlich nur, dass “von $FIRMA” so viel Spam kommt, dass sie wohl gezwungen waren, sehr streng mit diesen Mails umzugehen und dementsprechend die Firewall zu konfigurieren. $ADMINBEIKUNDE bat mich im dem Telefonat darum, dass wir eine Art Filter einbauen, welcher vorsortiert und nur “gute” Mails an $KUNDE zustellt.

Ob hier jemand die Aufgabe eines Secondary DNS missversteht ? Der Kicker ist übrigends, dass das in der Konfiguration schon jahrelang so lief, bevor $ADMINBEIKUNDE auf den Trichter kam, hier was ändern zu müssen :-)

Sinner Schrader goes del.icio.us

9.12.2007

Bei Sinner Schrader ist seit kurzen die komplett neue Site online. Interessanter neuer Ansatz. Ich habs mir kurz angeschaut - besonders viel zu schauen gibt es auf der Seite (singular) nicht, denn es ist ausser der Startseite praktisch alles zu externen Anbietern verlinkt.

Ob es mir gefällt ? Schwer zu sagen. Spontan noch nicht. Ich finde es ist zu unruhig wenn sich das Layout ständig ändert, daran kann man sich womöglich gewöhnen (mit Lila werde ich allerdings kein Freund mehr in diesem Leben).

Im Designtagebuch ist das ganze sehr schön kommentiert.

Die neue Webseite besteht einzig aus einer Liste mit Links, die allesamt externe Inhalte wie z.B. Xing, Picasa, GoogleDocs, SlidesShare etc. in einem Frame aufrufen. [...] Steht dahinter nun eine revolutionäre Denke, die auf diese Weise eine gelebte vernetzte Kultur zum Ausdruck bringt oder fördert diese auf die Spitze getriebene Reduktion nur eines zu Tage: Den zu Kopf gestiegenen puren Größenwahn nach dem Motto “Wir sind so groß, wir brauchen nichts mehr zu zeigen”. Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion.

Er ist also darauf gespannt - ich bin eher darauf gespannt, was sich unsere Kreativabteilung dazu überlegt. Bei Kundensites fehlt den Kunden ja oft der Mut zu radikaleren Ansätzen, bei der eigenen hingegen …

Ticketspass via IM

27.11.2007
Kollege: 22:48:01: mach mal ping $KUNDENSITE bei dir
Ich:     22:48:32: $HOST# ping $KUNDENSITE
                   ping: unknown host $KUNDENSITE
Kollege: 22:48:37: genau :)
Ich:     22:48:40: ?
Kollege: 22:48:53: $TICKETMASTER hat ticket gemacht
Kollege: 22:48:57: $HOST:~ # nslookup $KUNDENSITE
                   Server:         x.x.x.x
                   Address:        x.x.x.x
                   ** server can't find $KUNDENSITE: SERVFAIL
Kollege: 22:49:02: würd sagen der DNS ist schuld
Kollege: 22:49:43: ? :)  wer ist dafür zuständig ?
Ich:     22:49:59: ich denke $TICKETMASTER - oder wer verwaltet die domain ?
Kollege: 22:50:03: Tech-C:
                   Personenname:   xxxxx
                   Telefonnummer:  +xxxx
Ich:     22:50:20: jedenfalls nicht wir
Kollege: 22:50:25: ich kann ja mal versuchen da anzurufen :D
Ich:     22:50:49: e-mail:         x@y.z
Ich:     22:50:53: viel spass
Ich:     22:51:06: ich würd glaub den whois ins ticket antworten und sagen:
                   $FIRMA nicht zuständig
Kollege: 22:51:07: ich gebs doch lieber an $TICKETMASTER zurück :D
Kollege: 22:51:14: das war mein plan
Kollege: 22:54:45: wer ist denn bei $FIRMA PL dafür ? $PL-1 ? $PL-CHEF ?
Ich:     22:55:02: ich glaub $PL-1.
Ich:     22:55:14: nimm aber lieber $PL-CHEF noch ins CC
Kollege: 22:55:14: ach ich schick mal an ein paar Leute Info rum
Kollege: 22:57:59: Guten Tag!
                   vielen Dank für Ihre E-Mail.
                   Aktuell bin ich nicht im Hause.
Ich:     22:58:07: $PL-CHEF ?
Kollege: 22:58:08: Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich bin am 30.11.2007 wieder im Büro.
Kollege: 22:58:12: beide nich da
Ich:     22:58:16: lol
Ich:     22:58:23: dann schicks an $PL-3 und $PL-4
Kollege: 22:58:24: dann der große $ALLE-PL :)
Kollege: 23:00:45: so done
Kollege: 23:02:31: das lustige ist ja, dass die nameserver da nur $KUNDENSITE nicht
                   auflösen.. so www.heise.de krams funktioniert
Ich:     23:02:45: wohnzimmerDNS

Teamviewer

8.11.2007

Grossartiges Tool um Remote Support zu leisten. Für (gelegentliche) private Nutzung sogar kostenlos. Klappt auch, wenn beide Parteien hinter NAT-Routern sitzen. Gestern abend hab ich es benutzt, um den Rechner (des Freundes) meiner Schwester über das Netz zu reparierten. Schlappe 5000km von mir weg und es war absolut lagfrei und flüssig bedienbar. Selbst UltraVNC fühlt sich dagegen ziemlich lahm an.

Nutzen wir übrigends auch in der Firma. Eine Alternative dazu wäre (das vielgelobte) WebEx, aber damit konnte ich mich noch nie so richtig anfreunden. Fühlt sich zu schwerfällig und aufgeblasen an. Teamviewer hat zusätzlich den Charme, dass es (notfalls) auch ohne Installation auskommt.

Teamviewer
WebEx

iPhone - Business Tarife (oder auch nicht)

7.11.2007

Heute war unser T-Mobile Vertreter mal wieder zu besuch. Da der iPhone Launch unmittelbar bevorsteht war es auch wieder Gesprächsthema. Vor allem da unsere firmeninternen Spielkinder Designfreunde grosses Interesse bekundet haben wollte ich näheres herausfinden. Vor allem zum Thema “Wie gut lässt es sich mit Outlook/Exchange abgleichen” - wobei das noch nicht mal der Vertreter aus erster Hand wusste. Scheinbar sind die iPhones auch hausintern ein knappes Gut.

Besonders spannend fand ich die Aussage zu den Tarifen bzw. Subventionen für Firmenkunden. Normal ist man einiges an Abweichungen gegenüber den Endkundentarifen gewohnt, doch nicht in diesem Fall. Tarife, Pakete und Gerätepreis sind identisch zu denen für Endkunden (MwSt ausgeklammert). Hat mich ziemlich gewundert. Apple scheint hier mit harten Bandagen zu kämpfen.

Das Spannendste am (inzwischen für mich hart an der Sättigungsgrenze schrammenden) Thema iPhone wird sein, wie sie das in Frankreich lösen. Vermutlich wird das ungelockte iPhone für den erwarteten Mondpreis von 1k € angeboten - ich hätte da aber gerne Gewissheit.

“Kostenlose” Linux Distributionen

5.11.2007

Dieser Artikel auf Interop News bringt sehr schön das Dilemma der Linux Enterprise Distributionen auf den Punkt: Kosten. Zwar exemplarisch am Beispiel von CentOS vs. RHES, das lässt sich aber prima auf die anderen Distributionen erweitern.

Inzwischen ist man (leider) oft gezwungen auf die Enterprise Distributionen (SLES, RHES) auszuweichen um überhaupt Support für Hardware zu erhalten. Manche Hersteller (ich rede von den fünf Grossen) erlauben es einem schlichtweg gar nicht die Hardware zu kaufen, wenn man nicht unter $vorgeschriebenesOS läuft. Den “Support nur wenn …” Fall habe ich (zähneknirschend) als Normalfall akzeptiert.

Wenn man jetzt noch die (inzwischen recht) restriktive Updatepolitik bzw. -prozedur mit ins Kalkül nimmt, dann könnte man ketzerischerweise direkt anhand von Microsoft Windows Server 2003 die Gegenrechnung aufstellen. Die Anschaffungskosten dafür sind auch nicht höher als für eine Enterprise Distribution (3J Subs.) und Microsoft gewährt immerhin kostenfrei Updates für mind. diesen Zeitraum (eher länger, stand heute).

Monetär betrachtet ist es also heutzutage relativ egal, welches OS wir auf unseren Websystemen betreiben. Warum machen wir es trotzdem ? Stabilität, größere Flexibilität - zur Not zumindest können wir Komponenten hinzufügen oder Patchen (wobei wir aus heutzutage auch aus Haftungsgründen inzwischen so nah wie möglich an den Distributionspaketen bleiben), bessere Remote-Wartungsmöglichkeiten, deutlich grössere Softwarebasis, usw.

Ausserdem würden mich die Kollegen hassen, wenn wir uns künftig Websysteme unter Windows hinstellen :-) . Interessieren würde mich aber brennend, welches System in einem Benchmark besser abschneidet.

Optimismus

30.10.2007

Optimismus ist, wenn Projektleiter/Consultants um 18:00h am Vortag ne E-Mail schreiben mit (sinngemäss) “XY geht heute nacht live, bitte Monitoring sicherstellen”. Weitere Informationen fehlen. Hoffen wir mal, dass das nichts kritisches ist und vorher auch gut getestet wurde, denn es muss (Überraschung) erstmal ohne Monitoring auskommen.

Wohnzimmerhosting

29.10.2007

Die beste Geschichte vom Wochenende hätte ich fast vergessen zu posten, aber wenn man im Büro eintrifft (physikalisch) holt einen manches schlagartig wieder ein:
Bei $Kunde hatten wir am Samstag morgen ein geplantes Wartungsfenster um dringende Arbeiten an der (Gebäude-)Stromversorgung vornehmen zu können. Vereinbart war, dass wir die Systeme alle geordnet runterfahren und die Elektriker dann loslegen. Das hat natürlich nicht geklappt, denn diese sind “ausversehen” (Zitat) an den Notaus-Schalter gekommen. Das mit dem geordneten Runterfahren hatte sich damit erledigt. Kollateralschäden gab es zum Glück keine grösseren, aber das Wartungsfenster war etwas länger als kommuniziert.
Heute bin ich froh, kein Elektriker zu sein :-)