Es gibt KEINEN Informationsüberfluss

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich es denn schaffe die ganzen Informationen zu verarbeiten die täglich auf mich einrieseln. Arbeit, Feedreader, Internet, Blog, Twitter, … – da könne ich doch gar keine Zeit mehr für anderes haben bzw. müsste überwältigt sein von der schieren Menge an Input.

An dieser Stelle in diese Diskussion einzusteigen ist meines Erachtens dann immer müssig, denn – augenscheinlich – ist es bei mir ja nicht so, andererseits beim Fragesteller offensichtlich schon. Argumentativ ist das, da eher grundsätzlicher Natur, denke ich nicht aufzulösen.

Woran liegt es aber, dass dieser Eindruck entsteht? Hierzu vertrete ich schon länger als Erklärungsmodell, dass viele Menschen schlicht nicht darin geübt sind, grosse Informationsmengen (auch und gerade digital) zu verarbeiten. Ein Freund hat letztens erzählt, wie er in einer sehr stressigen Phase seines Studiums gelernt hat, ein Arbeitspensum zu erledigen, welches ihm ein Semester vorher unmöglich erschien. Gegen Ende war es sogar weniger Stressig. Klar, subjektiv. Aber darauf kommt es an.

Eben beim Surfen bin ich nun auf einen Artikel bei New Comm Biz gestossen, der sich genau mit diesem Thema befasst. Da er meinen Standpunkt gut darlegt bin ich so frei und zitiere einfach.

There is not too much information. You just don’t know how to manage it.

Most people learn how to handle a basic amount of information in school. We can pay attention in class and take notes and not miss too much. But they stop there. This used to be enough. These basic juggling skills translated to a work environment where you had to do your job and handle email and the occasional phone call. Although many people feel the need to turn off email when they work. Most people handle information in a linear fashion. One thing at a time. They quit learning how to juggle.

[…]

Most people I know complain that there is too much information *out there*. The amount of information isn’t going to get smaller and sadly the tools to manage that information are not able to keep up with the pace that we are able to create it. So what are people going to do? For one they will become obsolete and be replaced by digital natives (have you ever heard a Gen Yer complain about too much information?). The rest will adapt.

Dem ist nichts hinzuzufügen, ausser „[… will adapt] or be left behind“. So hart es klingt.

Der ganze Artikel ist hier. Lesenswert vor allem noch wegen des sehr eingängigen Beispiels mit dem Jonglieren.

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