Digitale Tageszeitung: Done.

8.02.2009

Vorgestern habe ich mein Abo umgestellt auf die rein digitale Ausgabe. Passt einfach besser zu meinen aktuellen Lese-/Lebensgewohnheiten. Und ein bisschen „green“ kann ich mich jetzt als Altpapiervermeider auch fühlen.

Anekdote am Rande: Laut der Dame an der Benutzerhotline bin ich seit der erste, der jemals bei Ihr auf das rein digitale Abonnement umgestellt hat. Ich bin noch unsicher, ob ich mich als (digitale) Speerspitze oder Minderheit fühlen möchte. Auf jeden Fall ist mir aber klar, warum ich mit meiner Eingangsfrage nach dem Mischabo noch mindestens drei Jahre zu früh dran bin.


Es gibt KEINEN Informationsüberfluss

6.02.2009

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich es denn schaffe die ganzen Informationen zu verarbeiten die täglich auf mich einrieseln. Arbeit, Feedreader, Internet, Blog, Twitter, … – da könne ich doch gar keine Zeit mehr für anderes haben bzw. müsste überwältigt sein von der schieren Menge an Input.

An dieser Stelle in diese Diskussion einzusteigen ist meines Erachtens dann immer müssig, denn – augenscheinlich – ist es bei mir ja nicht so, andererseits beim Fragesteller offensichtlich schon. Argumentativ ist das, da eher grundsätzlicher Natur, denke ich nicht aufzulösen.

Woran liegt es aber, dass dieser Eindruck entsteht? Hierzu vertrete ich schon länger als Erklärungsmodell, dass viele Menschen schlicht nicht darin geübt sind, grosse Informationsmengen (auch und gerade digital) zu verarbeiten. Ein Freund hat letztens erzählt, wie er in einer sehr stressigen Phase seines Studiums gelernt hat, ein Arbeitspensum zu erledigen, welches ihm ein Semester vorher unmöglich erschien. Gegen Ende war es sogar weniger Stressig. Klar, subjektiv. Aber darauf kommt es an.

Eben beim Surfen bin ich nun auf einen Artikel bei New Comm Biz gestossen, der sich genau mit diesem Thema befasst. Da er meinen Standpunkt gut darlegt bin ich so frei und zitiere einfach.

There is not too much information. You just don’t know how to manage it.

Most people learn how to handle a basic amount of information in school. We can pay attention in class and take notes and not miss too much. But they stop there. This used to be enough. These basic juggling skills translated to a work environment where you had to do your job and handle email and the occasional phone call. Although many people feel the need to turn off email when they work. Most people handle information in a linear fashion. One thing at a time. They quit learning how to juggle.

[…]

Most people I know complain that there is too much information *out there*. The amount of information isn’t going to get smaller and sadly the tools to manage that information are not able to keep up with the pace that we are able to create it. So what are people going to do? For one they will become obsolete and be replaced by digital natives (have you ever heard a Gen Yer complain about too much information?). The rest will adapt.

Dem ist nichts hinzuzufügen, ausser „[… will adapt] or be left behind“. So hart es klingt.

Der ganze Artikel ist hier. Lesenswert vor allem noch wegen des sehr eingängigen Beispiels mit dem Jonglieren.


coke light plus – vitamines & antioxidants

6.02.2009

In Belgien im Supermarkt habe ich letztens zwei mir bis dato unbekannte Sorten Cola Light entdeckt. Geschmacklich ganz ok, aber nichts was ich zwingend wieder kaufen müsste. Ich vermisse hier immernoch die diet vanilla aus den Staaten. Hier gibts (gab?) es nur die gezuckerte Variante, welche ich nicht trinke.


Paint it black [I see a red door]

28.01.2009

Ich dachte immer „Silber“ als Trendfarbe für Autos ist durch (bestenfalls) „Weiss“ abgelöst worden. Der Blick auf den Parkplatz hier lässt mich aber daran zweifeln. Eine Reihe mit 8/9 Wagen in Schwarz.


Digitale Tageszeitung – gut ?

27.01.2009

Inzwischen habe ich drei Ausgaben digital erhalten, Zeit genug für ein erstes Fazit. Ich glaube am besten lässt es sich damit zusammenfassen, dass ich die Papierausgaben von gestern und heute nichtmal mehr angerührt habe. Wenn der Trend (noch eine Woche) hält, dann werde ich mein Papierabo zugunsten der digitalen Ausgabe umstellen.


Die Zukunft der Tageszeitung ist digital [PDF]

24.01.2009

Aus Neugier habe ich seit gestern, zusätzlich zu meinem „Papier“ Abo, für vier Wochen die digitale Ausgabe unserer lokalen Tageszeitung abonniert. Heute morgen „kam“ das erste Exemplar.

Das Online-Interface ist, wie eigentlich der gesamte Auftritt der Zeitungsgruppe, etwas anachronistisch, aber ich bin sowieso nur auf die PDF Download scharf gewesen. Und der funktioniert sehr gut. Etwas mühsam zwar, aber man kann sich die gewünschten Seiten/Ressorts per Klick zusammenstellen. Leider, wieder ein Anachronismus, merkt sich die Oberfläche meine Vorauswahl nicht.

Das Ergebnis kann sich aber sehenlassen. Selbst auf dem Laptop Bildschirm (1440×900) ein gutes Leseerlebnis. Die Seiten in Bildschirmbreite als „Endlospapier“, Grafiken in ausreichend hoher Qualität. Kurz: Genau wie ich es mir vorgestellt hatte.

Mein Anwendungszweck, wo ich doch die Papierausgabe habe? Ich bin öfter mal unterwegs und kann die Zeitung erst Tage später lesen (und nichts ist älter als die Zeitung von gestern). Ausserdem finde ich den Papierberg, der jede Woche ins Altpapier geht enorm. Muss ja nicht sein.

Leider ist die Preisgestaltung bzw. die Flexibilität des Verlags entsprechend seines Internetauftritts. Ich kann zwar die digitale Ausgabe für kleines Geld (2,50€/Monat) dazubuchen, will ich aber lediglich die digitale Ausgabe kostet mich das 50% des Papier-Abonnements (so etwa 20€). Das ist schon ganzschön üppig.

Am liebsten wäre mir eine Art „Mischabo“, d.h. Mo-Fr digial und Sa+So print. Aber wo kommen wir denn hin, das geht natürlich nicht. Steinzeit. Samstags lese ich halt doch gern gemütlich am Frühstückstisch die Papierausgabe.

Ich teste das jetzt die vier Wochen und überlege aber schon ernsthaft, danach komplett auf digital umzustellen. 50% vom „Papierpreis“ finde ich zwar immernoch hoch, ganz nüchtern betrachtet sind es trotzdem 50% weniger als bisher. Dass der Verlag (mutmasslich) eine höhere Marge erzielt, sollte in einer rein rationalen Betrachtung bekanntlich keine Rolle spielen.


Kindergarten

8.01.2009

Als ich heute morgen laufen gegangen bin hing (vermutlich seit gestern Abend) ein Zettel neben der Haustür: „Stromsparen. In der TG geht seit Tagen das Licht nichtmehr aus. Gez. Maier“. Mein spontaner Gedanke war, warum der Trottel Autor das nicht direkt dem Hausmeister sagt.

Bei meiner Rückkehr vom Laufen (-9°, aber das nur fürs Protokoll) hing ein neuer Zettel daneben: „Gut, dass das dem Hausmeister umgehend mitgeteilt wird. MfG Müller, Hausmeister)“.

Was Kindergarten. Nur weil ich mich angegriffen fühle muss ich doch nicht gleich auf das selbe Niveau heruntersinken (auch wenn ich inhaltlich Recht habe). Ich hab beide Zettel abgehängt. Bringen niemand weiter.