Glatter Unfug

18.02.2009

Gestern: jede Menge Neuschnee. Tagsüber dann einigermassen warm, d.h. teilweise Regen und entsprechend viel Wasser auf den Strassen. Heute morgen: -10°C. Resultat: Glatteis. Daher habe ich eben zum ersten Mal wieder umgedreht und bin nicht laufen gegangen, weil ich mir sicher war, heute nicht wieder heil zu Hause anzukommen. 100m (und zwei beinahe Stürze) später war die heutige Laufrunde also schon wieder zuende.

Und ich bin angefressen. Hab erstmal die Sporttasche umgepackt und gehe heute abend aufs Laufband ins Studio. Mann, wie ich das hasse. Laufband. Aber besser als nix. Ist aber dringend als Ausgleich nötig, die Arbeitswoche ist … schwierig.


Spieglein Spieglein an der Wand … zeig mit wie glatt du bist

1.02.2009

So ungefähr war es eben beim Laufen. Zum Glück nicht überall, aber das hat schon gereicht. Heute Nacht hat es hier etwas geschneit. Zum Glück nicht viel und auf Asphalt liegt auch schon nichtsmehr. Nur eben auf den Waldwegen lag der Schnee noch und hat die – leider (oder zum Glück) – nichtmehr überall vorhandenen Eisflächen maskiert.

Neuschnee + Eis = … genau: spiegelglatt. Und schwups hat es mich das erste Mal diesen Winter gelegt. Zum Glück ohne Folgen – die unzähligen Fallschulübungen beim Kampfsport, auch wenn sie schon länger her sind, machen sich bezahlt. Natürlich hilft auch, dass dies nicht mein erster Laufwinter und folglich auch nicht mein erster Sturz war. Trotzdem. Ich hab vom Winter wirklich, wirklich genug.


Der erste 30er dieses Jahr

31.01.2009

Es geht hier ums Laufen, nicht um Geburtstage. Nur zur Klarstellung. Da ich dieses Frühjahr mal wieder einen Marathon laufen will (die letzten beiden Jahre immer nur im Herbst) wird es Zeit, mit den (richtig) langen Läufen anzufangen. Bisher bin ich max. 26km (am Stück) gelaufen, heute dann das erste mal wieder 30km. Ging viel lockerer als erwartet, gemütlich in 2h30 runtergeschrubbt. Leider ist es immernoch an vielen Stellen – bevorzugt Weggabelungen – völlig vereist, das bremst etwas.

Eigentlich wollte ich Hamburg laufen, aber das ist mir dann doch zu viel Gedöns mit der Reiserei. Vielleicht stattdessen lieber Zürich. Mal sehn, gebucht ist noch nichts – ich sollte aber mit meiner Qualizeit von letztem Herbst wenig Probleme haben noch ins Startfeld zu kommen. Wenn noch jemand Alternativveranstaltungen weiss, immer her mit den Vorschlägen.


Schlittschuhlaufen oder Schneepflug

14.12.2008

Um es auf den Punkt zu bringen: Der lange Lauf gestern war ätzend. Ich hatte die Wahl zwischen Schlittschuhläufer und Schneepflug, trotz meiner Trailschuhe (wasserdicht & max. Grip). Wenigstens haben sie diesmal durchgehalten und ich hatte keine nassen Strümpfe. Allerdings wiegen die Teile – gefühlt – eine Tonne, verglichen mit normalen Laufschuhen (die Wettkampftreter sowieso ausser Konkurrenz). Aber ich habs durchgezogen, 26,5km. Der Puls war schön tief unten, genau wie die Geschwindigkeit. Gründe s.o.

Jedenfalls dachte ich das gestern sei ätzend gewesen. Doch weit gefehlt. Heute hats mich richtig genervt. Ich bin mit den normalen Schuhen los (was Wohltat). Diese Wahl war schon ok, der Schnee war überall genug runtergetrampelt um trockene Füsse zu behalten. Schneepflug war also nichtmehr. Dafür Schlittschuhläufer. Fast die ganze Zeit. Dementsprechend langsam bin ich gelaufen. Und dementsprechend angefressen war ich. Das heute war mit Sicherheit einer der Läufe die mir in den letzten Jahren am wenigsten Spass gemacht haben, trotz strahlendem Sonnenschein (und wirklich tollem Fotowetter). Durchgezogen hab ichs trotzdem komplett. 21km.

Genug gemotzt. Zum Abschluss noch ein „Gruppenbild“ der diesjährigen Backergebnisse. Die Idee, alle Kerzen auf einmal anzuzünden ist übrigends nicht von mir. Das nur als Erklärung und um mir die Nachfragen zu ersparen.


Der Weihnachtsmann und der Schnee

10.12.2008

Der Titel ist vielleicht etwas irreführend, aber im Grunde doch richtig. Ich fasse hier nur kurz drei Ereignisse der letzten Tage zusammen.

Am Samstag war Nikolaustag. Da ich (unabhängig davon) das Patenkind gesehen habe, hat es von mir einen Schokonikolaus bekommen. Den hat es freudig mit den Worten „Oh, noch ein Nikolaus. Der war heute schonmal da“ begrüsst. Montags im Kindergarten (Nikolaus war da!) hat es übrigends der Mama zufolge ganzschön bammel gehabt, ob es auch im guten (goldenen) Buch steht. Schön zu sehen, dass Kinder wirklich noch daran glauben.

Sonntag war hier in der Nähe ein Nikolauslauf. HM, direkt aus dem (Winter-)Training heraus und auch nicht voll gelaufen. Trotzdem ganz zufrieden (oder gerade deswegen). Das Feld war überraschend gut besetzt. Viele hiesige Topläufer. Saukalt, aber trocken.

Ganz im Gegensatz zu heute morgen. Muss es doch ausgerechnet dann anfangen zu scheien wenn ich aus dem Haus gehe. Das toll ist, dass ich im Licht der Stirnlampe praktisch nur die tanzenden (hüstel) Schnellflocken sehe und wenig vom Weg. Autofahrer werden wissen was ich meine. Also Lampe runtergedimmt und dank fast Vollmond einigermassen was gesehen. Und mich geärgert, keine Brille aufzuhaben. Die ganze Zeit die Augen halb zuzukneifen ist irgendwann auch doof. Positiv hingegen war, dass ich wirklich der allererste Spurenzieher im Wald war.


Polarisiert

27.11.2008

Eigentlich eher terminiert als polarisiert. Leider. Aber mal sehen wie es weitergeht.

Aus Torheit habe ich vorgestern Morgen im Treppenhaus meine Polar Uhr auf den Steinboden fallen lassen. Zuerst habe ich gedacht, Glück gehabt und (wieder mal) nichts passiert (war nicht das erste Mal). Doch leider diesmal nur fast. Den kleinen „blinden“ Fleck im Display hab ich erst abends bemerkt, aber für kosmetisch gehalten.

Nach dem Laufen am nächsten Morgen sieht die Welt jedoch anders aus. Wie man im Foto (vielleicht) sieht ist irgendwas von der Flüssigkristallanzeige geplatzt (so stell ichs mir zumindest vor). Die Anzeigesegmente selber sind nicht betroffen. Jedoch sieht man ungefähr auf Höhe der Sekundenanzeige wie etwas flüssiges sein Unwesen treibt.

Dummerweise ist das kein statischer Zustand, sondern verschlimmert sich von Lauf zu Lauf – vermutlich durch die Erschütterungen/ Armbewegungen. Heute morgen sieht es nämlich leider anders aus.
Ich hoffe, dass es dabei bleibt, ansonsten muss ich mal Polar kontaktieren, was mich eine Reparatur kostet. Da ich mit dem Funktionsumfang der Uhr ansonsten sehr zufrieden hält sich meine Motivation eine ganz Neue zu kaufen in Grenzen (wenn schon Neukauf, dann gleich das quasi Nachfolgemodell die RS800). Die knapp 500€ würde ich eigentlich aktuell nicht dafür ausgeben wollen, aber ohne Pulsmesser gehts nicht (und ein Einsteigermodell mit wenig Features zu kaufen verbietet meine Gadgetaffinität).


-2°, Schneefall

23.11.2008

-2° und Schneefall. So waren heute morgen die lokalen Wetterbedingungen. Das hält mich natürlich nicht vom Laufen ab (alles eine Frage der Kleidung), allerdings „bremst“ der Schnee doch etwas – ich hab etwa 12s/km länger gebraucht als sonst (bei gleichem Puls).

Soweit so gut, alles im Rahmen des Erwarteten. Was mich allerdings erstaunt hat ist, wie viele Leute ich heute unterwegs getroffen habe. Normalerweise ist es Sonntag morgends (genaugenommen eigentlich fast immer) ziemlich ausgestorben in den Waldgebieten in denen ich Laufe (wohl zu weit ab vom Schuss). Heute aber war fast schon rush-hour angesagt. Spaziergänger, Leute mit Hund, vergleichsweise viele andere Läufer und erstaunlicherweise auch einige Mountainbiker (wahrscheinlich weil das Bike bei Schnee nicht so dreckig wird wie bei Schlamm – ich spreche hier aus leidvoller Erfahrung). Allerdings wage ich die Prognose, dass der Trend (draussen) nicht lange anhalten wird. Die Freude über den ersten (richtigen) Schneefall dieses Winters wird spätestens morgen früh im Berufsverkehr dem Tristen Alltag weichen und den Leuten die Freude am Schneespaziergang für die nächsten Wochen nach und nach austreiben.